Aktuelles www.museumsfreunde-braunschweig.de

Neuerwerbungen mit Hilfe der Freunde des Städtischen Museums Braunschweig e.V.
Veranstaltungen der Freunde des Städtischen Museums Braunschweig e.V. 2020
Veranstaltungen des Städtischen Museums August und September 2020


Neuerwerbungen mit Hilfe der Freunde des Städtischen Museums Braunschweig e.V.


Neuerwerbung von 17 Monatsbildern von Peter Tuma für das Städtische Museum

Das Städtische Museum konnte durch eine großzügige Förderung der Freunde des Städtischen Museums Braunschweig e. V. einen siebzehnteiligen Zyklus von Monatsbildern des Künstlers Peter Tuma (geboren 1938) für die Graphische Sammlung erwerben. Bei den Arbeiten handelt es sich um farbige Tuschzeichnungen, die der Künstler im April 2016 geschaffen hat. Die Graphiken waren in der von Peter Tuma und Dr. Evelin Haase gemeinsam kuratierten Ausstellung Peter Tuma satirisch. Szenen aus dem Leben der Schöninger Männer – Hommage à Lichtenberg und andere komische Zeichnungen vom 7. August bis 11. September 2016 im Städtischen Museum Braunschweig ausgestellt. Die unterschiedlichen Motive führen in lockerer Strichführung humoristisch den Ablauf der vier Jahreszeiten in Niedersachsen vor. Sie sind unter anderem mit folgenden Bildunterschriften betitelt: "Der niedersächsische Landmann bei entspanntem Blick über sein ruhendes Feld, den im Jahr zu erwartenden Gewinn pro Hektar im Kopf durchrechnend", oder "Feierabend / Der niedersächsische Landmann sieht seine Heimat im ‚öffentlich-rechtlichen‘ TV".

Peter Tuma studierte von 1958 bis 1962 an der Werkkunstschule in Braunschweig bei Peter Voigt sowie an der Akademie der Bildenden Künste in Ljubljana. 1962 wurde er mit dem Rudolf-Wilke-Preis der Stadt Braunschweig ausgezeichnet. Es folgten zahlreiche Ehrungen wie beispielsweise der Rompreis der Villa Massimo 1966 oder der 3. Preis für Grafik Junges Forum. Künstler unter 35 der Kunsthalle in Bremen. Von 1978 bis 1979 war Tuma Lehrbeauftragter an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und der Fachhochschule Hannover. 1982 erhielt er den Künstlerpreis der Landesregierung in Hannover und wurde zum Professor für künstlerische Grundlagen an der Fachhochschule Hannover im Fachbereich Kunst und Design ernannt. 1985 verbrachte Tuma einen Studienaufenthalt in der Casa Baldi in Olevano. Peter Tuma war maßgeblich am Aufbau der Hochschulpartnerschaft zwischen der Hiroshima City University und der Fachhochschule Hannover beteiligt.

In seinen frühen Arbeiten bestimmten die Linie und architektonische Elemente vor allem das Werk von Peter Tuma. So sind in den Werken etwa Gewächshäuser, Theaterbauten, Stauwerke und Schiffskörper dargestellt. In den 1970er Jahren beschäftigte sich Tuma besonders mit landschaftlichen Bildern. Aus dieser Zeit stammen Werke mit Titeln wie Landschaftsstück mit Keimlingen (1971), Wohnkubus (1971) oder Landschaftsabdeckung (1972). In den letzten Jahren hat sich Tuma mit seinen Motiven der fernöstlichen Welt gewidmet. Es entstanden Arbeiten, die Bonsaibäumchen, Kirschblüten, Bambus und Manga als Motive transportieren. Bekannt sind aus jüngerer Zeit seine Schöninger Männer, urzeitliche Jäger mit Speeren, die uns einen humoristischen Einblick in das Leben der Menschen vor 300 000 Jahren geben. Die 2016 entstandenen Monatsbilder knüpfen stilistisch an die Schöninger Männer an und bieten uns mit einem Augenzwinkern einen Blick in das Leben des "niedersächsischen Landmannes" während der vier Jahreszeiten.

Die Neuerwerbung setzt einen weiteren wichtigen Akzent im Bestand der Arbeiten von Peter Tuma im Besitz des Städtischen Museums Braunschweig und schließt eine Lücke der zahlreichen Werke Tumas in der Graphischen Sammlung.









© Städtisches Museum Braunschweig,
Foto: Dirk Scherer


Neuerwerbung für das Städtische Museum:
Ein Jagdzug von Tacke
Die Freunde des Städtischen Museums haben im vergangenen Jahr den Ankauf eines Bildes des Braunschweiger Malers Andreas Christian Ludwig Tacke finanziert, um dem Museum zu ermöglichen, seine Sammlung Braunschweiger Maler zu erweitern.
Dem Städtischen Museum wurden bereits im Jahre 2014 aus Bad Hersfelder Privatbesitz drei kleine Gemälde des bekannten und beliebten Braunschweiger Malers Andreas Christian Ludwig Tacke (1823 – 1899) zum Kauf angeboten. Die Provenienz der laut schriftlicher Notiz “von Onkel Tacke” gemalten Gemälde ist lückenlos dokumentiert, zumal die Anbieterin eine Nachfahrin des Künstlers ist.
Tacke fertigte vor allem Architekturansichten, zumeist aus der Stadt und dem Land Braunschweig, die er oftmals mit der Darstellung historischer Ereignisse kombinierte. Daneben finden sich in seinem Oeuvre aber auch vereinzelt Gemälde mit literarischen Themen (Faust) und spätromantische Landschafts- und Ruinenbilder.
Das vom Freundeskreis des Städtischen Museums Braunschweig auf Bitte des Museums im vergangenen Jahr erworbene und ihm großzügiger Weise übergebene Gemälde fügt sich hervorragend in das Gesamtwerk Tackes ein und schließt eine Lücke im Bestand des Museums. Dargestellt ist eine vornehme Jagdgesellschaft im historischen Renaissance-Kostüm zu Pferde, die sich, begleitet von mehreren Jagdknappen, auf einem Waldweg nähert. Voran drängen die beiden Jagdhunde, die das Wild offenbar bereits erwittert haben, während durch die links stehenden Nadelbäume der Blick in der Ferne auf eine Burganlage fällt.
Aus Freude, dass der “Jagdzug” für das Städtische Museum der Heimatstadt Tackes erworben wurde, schenkte die Anbieterin die anderen beiden Gemälde – eine Ruine im Abendlicht (“Walkenried”) sowie eine Teichlandschaft mit Kirche (“Riddagshausen”) – dem Museum, das sich dank des Engagements seines Freundeskreises über drei neue Gemälde freuen kann.


Andreas Christian Ludwig Tacke (1823 Braunschweig – Braunschweig 1899): Jagdzug, 2. Hälfte 19. Jahrhundert, Öl auf Malkarton, 47,8 x 33 cm


Neuerwerbungen mit Hilfe der Freunde des Städtischen Museums Braunschweig e.V.
"Der Freundeskreis des Städtischen Museums hat mit der Ankaufsfinanzierung des Gemäldes " Knabe und Schwesterchen beim Spiel" von August von der Embde (1788 - 1862) eine im Museums seit den Kriegswirren bestehende Lücke geschlossen. Ein ähnliches Bild des Künstlers verschwand während oder nach dem Kriege spurlos. Jetzt tauchte auf einer Auktion dieses Gemälde auf, das zwar nicht das verschwundene Bild ist, aber ihm in vielen Dingen ähnelt. Unsere Museumsdirektorin, Frau Dr. Cecilie Hollberg, erkannte die Chance, die schmerzliche Lücke zu schließen und mit Hilfe der Borek-Stiftung das Werk zu ersteigern. Der Freundeskreis hat nun die Mittel zur Verfügung gestellt, das Gemälde fest für das Städtische Museum zu erwerben.

Der Künstler August von der Embde ist in Kassel geboren und dort auch gestorben. Er fiel nicht nur durch seine detailgenauen, romantischen Gemälde auf, sondern machte sich auch einen Namen dadurch, dass er 115% erstmals die bekannten Engel von Raffaels Gemälde "Sixtinische Madonna", wo sie schelmisch am unteren Rand auf den Betrachter schauen, separat kopierte. Seitdem haben diese beiden Engelchen ihre eigene Karriere gemacht und sind auf Werbung, Kitsch und Kunst zu finden. Sie sind sozusagen zu einem Kult geworden."



Das Bild ist 1843 entstanden und hat die Größe von 77 cm in der Höhe und 58 cm in der Breite.

 


Veranstaltungen der Freunde des Städtischen Museums Braunschweig e.V. 2020
Veranstaltungsprogramm

30.7.2020 16:00
Besuch des Dominikanerklosters in Braunschweig

1.9.2020 16:00
Im Licht der Medici - Führung Dr. Joch für Vereinsmitglieder



Veranstaltungsberichte



Besuch der Pagode in Hannover
Im Rahmen unseres Besuchs-Programms bei den unterschiedlichen Glaubens-Richtungen haben wir am Freitag, den 27. September 2019 die Vién Giác Pagode (Vollkommene Erleuchtung) mit dem dazu gehörigen buddhistischen Kloster in Hannover besucht.

Mit der Ankunft zehntausender vietnamesischer Flüchtlinge - eingegangen in die Geschichte als „Boat People“ - kam auch der vietnamesische Buddhismus nach Niedersachsen.

Eingeweiht wurde diese Pagode mit über 7000 anwesenden Gästen im Jahr 1991. Als vietnamesische-buddhistische Pagode ist sie in Deutschland die größte Pagode, in Europa gehört sie zu den ganz großen. Selbst der Dalai Lama hat 1995 das integrierte Kloster besucht.

Schon beim Eintreffen auf dem ca. 3000 qm großen Gelände umgab uns asiatisches Flair mit vergoldeten Statuen und einem siebengeschossigen Turm und typisch asiatisch angelegten Teichen.

Nach Ablegen der Schuhe wurden wir von Herrn Hugo Cárdenas zunächst in einen kleinen Meditationsraum mit überwältigender Ausstattung geführt.

Später ging es dann durch den geschmückten Eingang in das Hauptgebäude. Überrascht waren wir alle von der Größe der Andachtshalle in all seiner buddhistischen Schönheit. Während unseres Besuches durch viele Räumlichkeiten huschten auch einige Mönche an uns vorbei.

Für uns alle war dies ein überwältigendes Erlebnis, eine der großen Weltreligionen zu erleben.

So lernten wir, dass sich alle Buddhisten auf die Lehren des Siddhartha Gautama berufen, der in Nordindien lebte und der heute als der historische Buddha (Erwachter) bezeichnet wird.

Unser nächster Besuch wird bei einer christlichen Kirche stattfinden.

Bericht: Wolfgang Sehrt

Fotos: Bild 1 Yelp, Bild 2-6 Wolfgang Sehrt













 

 

Ausstellungen des Städtischen Museums Braunschweig

 Noch bis September 2020

Bitte beachten Sie die neuen Öffnungszeiten/Haus am Löwenwall: Di., Mi., Fr., Sa., So., Feiertage: 11.00- 17.00 Uhr, Do.: 11.00 – 18.30 Uhr.

Eintritt: 5,00 €/ermäßigt 2,50 € pro Person. Kinder 6-16 Jahre 2,00 €. Kinder bis 6 Jahre frei.

Mitglieder der Freunde des Städtischen Museums Braunschweig e.V. sowie Ehrenamtliche des Städtischen Museums Braunschweig haben freien Eintritt.

Sonderöffnungszeiten der Ausstellung im Rahmen des Lichtparcours:  Di bis So, 11 – 17 Uhr, donnerstags von 18 – 22 Uhr (letzter Einlass 21:30 Uhr!) am Seiteneingang (ehemalige Bibliothek)

Aufgrund der geltenden Regelungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird derzeit nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern in das Haus am Löwenwall eingelassen. Zudem besteht Maskenpflicht und es gelten die Abstandsregeln (Stand 29.6.2020).

Das Museum im Altstadtrathaus ist zurzeit noch geschlossen!

 

Datum, Uhrzeit

Ort, Titel

Veranstalter
Bemerkung

 

Sonderausstellung

 

„Im Licht der Medici – Kunst des Barock aus Florenz“

 

Bis 27. September 2020

 

 

Haus am Löwenwall

Das Städtische Museum Braunschweig ist seit jeher ein Ort der Begegnung mit internationalen Kulturen. In der Gemäldegalerie finden sich so viele Bezüge zum klassischen Kunstland Italien. Daran knüpft die Ausstellung „Im Licht der Medici – Kunst des Barock aus Florenz. The Haukohl Family Collection“ an. Die Schau präsentiert Werke der amerikanischen „Haukohl Family Collection“, die als weltweit bedeutendste Privatsammlung zum Florentiner Barock gilt. Die Ausstellung wurde bislang im Schaezlerpalais in Augsburg und im Arp Museum Bahnhof Rolandseck erfolgreich präsentiert. Sie untermauert den Ruf des Städtischen Museums Braunschweig als eines lebendigen Forums von Epochen und internationalen künstlerischen "Links".

 

 

 

Giovanni Domenico Ferretti (1692-1768), Harlekin und Columbina, Haukohl Family Collection (© Haukohl Family Collection), Foto: Tom Lucas/MNHA Luxembourg

 

Sonderausstellung im Rahmen des

„Lichtparcours 2020“

 

„Projizieren Sie selbst!

Schlingensief-Klasse!

10 Jahre Erinnern“

 

Bis 27. September 2020

Haus am Löwenwall

Zu Christoph Schlingensiefs legendärem Afrika-Projekt „Operndorf“ flackert am Städtischen Museum Braunschweig der Film „Kinderhumor“ von Tobias Dostal. Im Museum erhält man Einblicke in das letzte Projekt Christoph Schlingensiefs. Skizzen des Architekten Francis Kéré, Filme von Tobias Dostal, Fotos von Erik-Jan Ouwerkerk, Rouamba Maxime Wendyam und Schüler*innen zeigen, was in Burkina Faso gewachsen ist. Gerahmt wird die Ausstellung von künstlerischen Erinnerungen an den Künstler Schlingensief von Malte Struck, Beata Niedhart, Franziska Nast und Franziska Pester.

 

Sonderöffnungszeiten im Rahmen des Lichtparcours:  Di bis So, 11 – 17 Uhr, donnerstags von

18 – 22 Uhr am Seiteneingang (ehemalige Bibliothek)

 

Familienspezial: So 20.09.2020 von 14 – 17 Uhr 

 

 

Tobias Dostal, 2015, Burkina Faso , Operndorf (© Tobias Dostal)

 

.